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2022

Aktuelles



01.12.2022
Lebendiger Advent

Lebendiger Advent 20222


01.11.2022

Das neue Gemeindebüro - Mehr Präsenz und bessere Erreichbarkeit


Evangelische Gemeinden in Neu-Isenburg schaffen gemeinsame Anlaufstelle.

Historisch gesehen haben die evangelischen Gemeinden in Neu-Isenburg schon immer vieles gemeinsam, ob nun reformiert, uniert oder einfach evangelisch. Künftig arbeiten drei Gemeinden, die Johannesgemeinde, die Gemeinde Am Marktplatz sowie die Gemeinde Gravenbruch, noch enger zusammen und bieten ihren Mitgliedern eine zentrale Anlaufstelle in der Innenstadt.

Am Marktplatz entsteht das neue Büro, in dem künftig alle Anfragen gemeindeübergreifend bearbeitet werden. Die drei Gemeindesekretärinnen Julia Stärkel, Susanne Grüschow und Anke Engel freuen sich schon auf die neuen Herausforderungen.

Gruppenbild Neues Buero Quelle Gemeinde
Die drei Gemeindesekretärinnen Julia Stärkel, Susanne Grüschow und Anke Engel

Täglich werden Anmeldungen zu Taufen, Konfirmationen und Trauungen entgegen genommen sowie Anfragen bezüglich Beerdigungen und Patenbescheinigungen bearbeitet.

Montags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags 10-12 Uhr und zusätzlich Dienstags- und Mittwochsnachmittags ist das Büro persönlich erreichbar. Ansonsten über die bekannten Mailadressen und Telefonnummern der Gemeinden.

Für Anliegen, die vor Ort besprochen werden müssen und für all Jene, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wird es auch weiterhin eine Sprechstunde in der Gemeinde Gravenbruch bzw. in der Johannesgemeinde geben.

„In den vergangenen Jahren hat es ja ohnehin schon viel Zusammenarbeit zwischen uns gegeben. Die Konfirmandengruppen oder der gemeinsame Gottesdienst an Gründonnerstag zum Beispiel.“, erläutert Pfarrerin Silke Henning aus der Johannesgemeinde die Situation. „Da war es nur sinnvoll, nun mit einem gemeinsamen Büro den nächsten Schritt zu gehen.“

Barbara Friedrich, die in den beiden Gemeinden Gravenbruch und Johannesgemeinde arbeitet ergänzt: „Für die Gravenbrucher Gemeinde ist diese Zusammenarbeit auch deshalb wichtig, weil die Räume dort zum einen in keinem guten Zustand sind und zum anderen der Gemeinde nicht mehr lange zur Verfügung stehen; die Gemeinde wird große Teile ihres Grundstücks aufgeben müssen. Die Zusammenarbeit mit den anderen beiden Gemeinden ist da ein wichtiger Faktor für die Zukunft der Gemeinde Gravenbruch.“

„Natürlich soll jede Gemeinde ihren eigenen Stil und ihre Besonderheiten behalten, aber wo wir Synergien schaffen können und die Arbeit vereinfachen können, wollen wir das tun.“, so Pfarrer Ansgar Leber aus der Gemeinde Am Marktplatz.

Das gemeinsame Gemeindebüro ist ab dem 31. Oktober am Marktplatz 8 im 1. Stock zu finden.

01.07.2022
Krabbelgruppe

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01.07.2022
Wie unsere neue Kirche aussehen könnte

Die Evangelische Kirchengemeinde hat einen wichtigen Schritt für ihre Zukunft vollzogen. Schon der ehemalige Kirchenvorstand hatte sich mit verschiedenen Planungen für die nicht sanierungsfähigen sechzig Jahre alten Kirchengebäude beschäftigt. Der neue Kirchenvorstand hat diese Planungen in 2021 wieder aufgenommen und ein wirtschaftlich tragfähiges Raum- und Finanzierungskonzept entwickelt. Dieses bildet die Grundlage für einen an die Bedürfnisse einer kleinen Gemeinde angepassten Kirchenbau mit einer Funktionseinheit Seelsorge. Kern des Planungskonzepts war die beabsichtigte Konzentration der Gemeinde auf einen ca. 500 m² großen Bereich des über 6.000 m² großen Grundstücks. Die übrigen Grundstücksflächen sollen nach dem Abriss der jetzigen Kirche und der Gemeindegebäude einem Investor per Erbpacht zur stadtplanerischen Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Mit der auf 99 Jahre anvisierten Erbpacht können unabhängig von der im Umfang nicht verfügbaren Zuwendungen der EKHN langfristig der Bau, dessen Finanzierung und der spätere Betrieb der neuen Kirche realisiert werden.

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Sichere Finanzierungswege und Raumkonzepte sind wichtige Voraussetzungen, vermitteln aber keine Vision von einer neuen Gemeindemitte. Deshalb hat der Kirchenvorstand drei Architektenbüros beauftragt, ihre Vorstellung auf Basis der Vorgaben zu einen Kirchengebäude zu entwickeln und zu präsentieren. Im März fanden die Präsentationen der sehr unterschiedlichen Architektenentwürfe statt. Der Kirchenvorstand hat sich in einem strukturierten Entscheidungsprozess für den Entwurf des Architektenbüros Buehr aus Offenbach entschieden. Direkt an der markanten Ecke Dreiherrn- steinplatz und der Hauptstraße Am Forsthaus Gravenbruch soll ein schlichtes wie markantes Kirchengebäude entstehen, welches optisch Elemente der alten Kirchengebäude aufnimmt, den Kirchturm in seine Mitte nimmt und eine variable Nutzung für unterschiedliche Zwecke ermöglicht.

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Die neue Kirche nimmt den alten Kirchturm als zentrales Versorgungselement / Pantry in seine Mitte. Der Eingang zur neuen Kirche erfolgt vom Dreiherrnsteinplatz. Neben einem direkten Zugang zum Sakralraum eröffnet sich eine führende Magistrale, die die Besucher kanalisiert und in die unterschiedlichen Funktionsbereiche führt. Oberhalb der Magistrale befindet sich ein Mehrzweckraum, der als Eingangsbereich, Funktionsraum oder Wartezone genutzt werden kann. Links davon befindet sich die Funktionseinheit Seelsorge mit einer Sanitärzelle und dem Büro der Pfarrerin. In der Sakristei kann die Pfarrerin sich ungestört auf den Gottesdienst vorbereiten. Der eigentliche Gottesdienstraum teilt sich in den Sakralraum und 2 unterteilbare Veranstaltungsbereiche, die am anderen Ende mit einer sich öffnenden Glaswand den Blick auf den Vorplatz freigibt und hybride Veranstaltungen ermöglicht. Die alte Orgel kann ihren Klang im Sakralraum unter dem hoch aufragenden Kubus auf einem Sockel entfalten, in dem ein beweglicher Altar und das Taufbecken ihren Ruheplatz haben.

Das Gebäude zeichnet sich durch eine hohe Variabilität der Raumnutzung für unterschiedlichste Zwecke des Gemeindelebens aus, wie aus den Skizzen erkennbar ist.

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Es ist eine Symbiose aus Alt und Neu. Die alten Kirchenfenster finden in reduzierter Anzahl ihren Platz im neuen Kirchengebäude. Die alten Kirchentüren werden überarbeitet wieder den Eingang gestalten. Das Holzkreuz schmückt an vergleichbarer Position den Sakralraum und findet ein reliefartiges Spiegelbild auf der Außenseite des Gebäudes. So entsteht mit dem alten Kirchturm in der Mitte ein modernes Gemeindezentrum mit vielen Elementen aus seiner Vergangenheit.

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Diskutierten über die Zukunft unserer Kirchengemeinde: Pfarrerin Barbara Friedrich, Bürgermeister Gene Hagelstein und Joachim Reichel, Vorsitzender des Stiftungsvorstands (von links). (Foto: cf)

Auch wenn der zweite Investor leider aus wirtschaftlichen Überlegungen sein Projekt nicht realisieren konnte, so werden wir weiter auf die Suche nach einem Partner gehen, der unter Berücksichtigung der stadtplanerischen Vorgaben mit uns zusammen das Grundstück neu entwickelt.

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Und wie gesagt, wir als Evangelische Kirchengemeinde haben jetzt eine Vision, die greifbar ist und nur noch der Umsetzung bedarf. Lassen Sie uns mit Ihnen die Zeit nutzen, um inhaltliche Visionen für diese neue Mitte zu entwickeln.

Mit besten Grüßen,
Ralph v. Follenius


01.07.2022
Gottesdienst mit Konfirmationsjubiläen

In einem festlichen Gottesdienst am Pfingstsonntag mit Pfarrerin Barbara Friedrich und Gemeindepädagoge Joachim Reinhard wurden kürzlich in der Evangelischen Kirche Gravenbruch verschiedene Konfirmationsjubiläen gefeiert. Beatrice Fischer, Svenja Stickert, Michael Altmann, Sebastian Reich und Angela Kübler (fehlt auf dem Foto) waren vor 25 Jahren (1997) eingesegnet worden und konnten jetzt ihre Silberne Konfirmation feiern.

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(Foto: EKG)

Die Einsegnung von Irene Derwein, Martina Löffler-Happ und Ursula Richter liegt bereits 50 Jahre zurück. Sie waren 1972 konfirmiert worden und konnten vergangenen Sonntag ihr Goldenes Konfirmationsfest begehen. Bereits 60 Jahre ist es her, dass Christa Milz konfirmiert worden war. Sie konnte jetzt ihre Diamantene Konfirmation feiern.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Einsegnung von Ursula Brozat, Gisela Eyber, Helga Kähler, Ruth Möschter, Johann Roemer, Monika Schäfer, Eleonore Walter und Marie-Luise Freytag (fehlt auf dem Foto) liegt sogar schon 70 Jahre zurück. Sie waren im Jahr 1952 konfirmiert worden und konnten jetzt ihre Gnadenkonfirmation begehen. (jr)


01.07.2022

Neues Leitungsteam


Wir stellen vor: Das neue Leitungsteam unseres Kindergartens!

Cornelia Welk (rechts) ist die neue Leiterin unseres Kindergartens; sie hat die Leitung übernommen, nachdem sie viele Jahre die stellvertretende Leiterin war, und Sarah Haenel (links) wird nun die neue stellvertretende Leiterin.

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(Foto: bf)

Wir wünschen beiden viel Freude an ihren Aufgaben, viel Kraft dafür und Gottes Segen! Im Gottesdienst am 25. Juni wurden die beiden eingeführt und für ihre neue Aufgaben gesegnet. Die guten Wünsche der Gemeinde begleiten sie. (bf)


01.07.2022
Was unsere Stiftung für die Zukunft der Gemeinde bewirken kann

Wenn der Stiftungsvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Gravenbruch einmal im Jahr zum Frühschoppen mit Frankfurter Spezialitäten und geselligem Beisammensein vor unserer Kirche einlädt, dann hat das inzwischen Tradition – wenn nicht gerade Corona das Treffen unmöglich macht. Eingeladen sind nicht nur Gemeindemitglieder und Freunde, sondern alle Bewohner Gravenbruchs – und bei unserem Treffen am 11. Juni ist bei tollem Wetter wieder einmal deutlich geworden, dass es einen Stamm an Menschen gibt, denen das Schicksal unsere Gemeinde sehr am Herzen liegt. Das tut uns allen gut, denn wir wissen, dass Veränderungen anstehen, die es in der Geschichte der evangelischen Christen in Gravenbruch so noch nicht gegeben hat.

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Tolles Wetter und ein Frühschoppen mit vielen Besuchern: die Vorbereitungen des Stiftungsvorstands haben sich gelohnt.

Beim Stiftungs-Frühschoppen als Gast mit dabei war auch der neue Neu-Isenburger Bürgermeister Gene Hagelstein, der sich über die aktuellen Stand der Umbaupläne für unser Gemeindegelände informierte (siehe Bericht auf Seite 6-9).


Die Arbeit des Stiftungsvorstands ist erfolgreich, wird aber nicht immer so wahrgenommen, wie sie es eigentlich verdient hätte. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Aktuell beträgt das Stiftungsvermögen knapp 153.000 Euro, vor einem Jahr sind es noch 146.000 Euro gewesen. Eine erfreuliche Entwicklung. Es versteht sich von selbst, dass Zustiftungen jederzeit willkommen sind.

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Tolles Wetter und ein Frühschoppen mit vielen Besuchern: die Vorbereitungen des Stiftungsvorstands haben sich gelohnt. Der Stiftungsvorstand unserer Kirchengemeinde: Joachim Reichel, Hedwig Altmann, Andreas Grüschow,Pfarrerin Barbara Friedrich und Ralph von Follenius (von links) (Fotos: cf)

Stiftungen eröffnen einzigartige Möglichkeiten, langfristig Ziele und Projekte zu verwirklichen und diese auf Dauer zu sichern. Stifterinnen und Stifter unterstützen die Arbeit in Kirchengemeinden und tragen zur Wahrung und Weiterentwicklung einer christlich geprägten Gesellschaft bei, zugleich fördern sie auch kulturelle Anliegen.


Durch steuerliche Anreize wird dieses Engagement vom Staat gezielt gefördert. Unsere Stiftung ist gemeinnützig. Wir stellen Spendenbescheinigungen aus.

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Mit dem jährlichen Zinsertrag erhält unsere Kirchengemeinde zuverlässig eigene Einnahmen, die für eine ganze Bandbreite von Tätigkeiten und Projekten eingesetzt werden können, zum Beispiel auch für unseren Gemeindebrief, den Sie hier gerade in ihren Händen halten. Er soll, wie viele andere Aktivitäten auch, ein Signal setzen: Wir bauen Brücken, führen Menschen auf dem Fundament unseres christlichen Glaubens zusammen, sind dabei tolerant, erheben keine Absolutheitsansprüche und werden auch in Zukunft in Gravenbruch wichtige soziale Aufgaben übernehmen!
(cf)


01.07.22
Taufbaum

Die Künstlerin Dragana Leleŝ hat mit Kindern aus dem KIZ diesen großen Taufbaum für unsere Kirche gemalt und angefertigt. Dieser Apfelbaum ist ein großartiges Kunstwerk geworden, für das die Künstlerin und die Kinder im Gottesdienst an Pfingsten ganz viel Applaus bekommen haben und einen großen Dank.

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(Foto: jr)

An die Zweige des Apfelbaums können nun die Fotos unserer Taufkinder gehängt werden. Und die Kinder, die ihn gemalt haben, geben uns den guten Rat mit auf den Weg, dass wir auf unsere Wurzeln achten sollen. Weil tiefe Wurzeln wichtig sind für gute Früchte.

„Mach in mir Deinem Geiste Raum, das ich Dir werd ein guter Baum und lass mich Wurzel treiben… (Geh aus mein Herz … Strophe 14 EG 503)


20.10.2022
Deutsch-ägyptische Jugendbegegnung im Dekanat Dreieich-Rodgau: 
Freunde finden und Brücken zu anderen Kulturen bauen

 
Das Abschiednehmen ist allen schwer gefallen, als  die deutsch-ägyptische Jugendbegegnung im Dekanat Dreieich-Rodgau nach 11 Tagen auf dem Münchner Flughafen zu Ende ging. Den Abschluss der Begegnung hatte ein fünftägiger Aufenthalt in den bayerischen Alpen gebildet. Absoluter Höhepunkt war dabei ein Ausflug auf den höchsten Berg in Deutschland: Für die jungen Gäste aus dem Land der Pharaonen war insbesondere die Bobfahrt auf den Schneeresten der Zugspitze ein unvergessliches Erlebnis.

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Hier ist die Deutsch-ägyptische Jugendgruppe beim Empfang der Stadt Neu-Isenburg im Stadtverordneten-Sitzungssaal zu sehen. Mit von der Partie waren neben dem Gastgeber Bürgermeister Gene Hagelstein, Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner auch Dekan Steffen Held und Erwin Nöske von der Dr. Bodo-Sponholz-Stiftung.

Bereits zum 14. Mal  war eine Gruppe junger ägyptischer Christen der Evangelical Presbyterian Church auf Einladung des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau auf Deutschlandbesuch.mehr


01.07.2022
Pilgern

Am 21. Mai 2022 traf sich eine Pilgergruppe unserer Gemeinde in Walldorf.
Wir besichtigten die Gedenkstätte des KZ-Außenlagers von Natzweiler (Elsass) im Wald.
Der historische Pfad ist mit 16 Informationstafeln ausgestattet, die Zeugenberichte und Photos der Lagerinsassen ausweisen. Zentral befinden sich die Grundmauern des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, in dem „Häftlinge“ misshandelt wurden.

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(Foto: sg)

1.700 Mädchen und Frauen im Alter von 13 - 45 Jahren aus Ungarn, der Ukraine und Rumänien waren hier von August bis November 1944 untergebracht und hatten auf dem Flughafen Arbeiten für eine Landebahn zu verrichten. Uns erstaunte der Erfindungsreichtum dieser Frauen zur Überlebensstrategie der Haft. Nur 300 Frauen haben die KZ-Haft überlebt. Margit Horvath überlebte. Ihr Sohn stiftete ihre Wiedergutmachungsentschädigung zur Errichtung dieses Mahnmals.

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(Foto: sg)

Unsere große Anerkennung gilt außerdem der Schulklasse, die diese Aufarbeitung initiierte, viele Unterlagen und Dokumente sammelte und Überlebende besuchte. Im Gedenken dieser Frauen gingen wir den Weg zum Flughafen, den sie täglich nehmen mussten. Am Wegesrand auf einer Wiese hielt Ulrike Wegner eine Andacht, in der wir unsere Eindrücke und Betroffenheit zum Ausdruck bringen konnten, verknüpft mit irischen Segenswünschen. Danach erreichten wir im großen Bogen durch den Wald mit vielen Maikäfern den Gundhof, eine Gaststätte mit Freifläche unter den Bäumen, in der wir uns stärkten.
(cf)


01.07.2022
Romantik auf dem Friedhof!

Es gab eine Zeit, da gehörte das Auswendiglernen von Gedichten zum festen Bestandteil des Deutschunterrichts in der Schule. (Gibt es das eigentlich heute irgendwo noch? Ich weiß es nicht.)

In jener Zeit sind auch die beiden Damen zur Schule gegangen, die sich jetzt - unabhängig voneinander - entschlossen haben, ein Gedicht für den Park der Poesie auf dem Waldfriedhof zu sponsern. Und jede der beiden Stifterinnen hat sich für ein Gedicht aus einer wichtigen deutschen Kulturepoche entschieden, der Romantik.

Heute verbinden wir mit ‚Romantik‘ meist nur die Vorstellung einer etwas kitschigen Idylle. Dabei war sie in ihrer Zeit eine Herausforderung an das, was wir als ‚Klassik‘ kennen, z.B. von Goethe u.a.: Die Romantiker waren der Überzeugung, dass nicht allein edle Vorbilder, Verstand und Vernunft den ganzen Menschen formen, sondern dass Empfinden und Gefühl nicht weniger wichtig sind.

Wie recht sie mit dieser Vorstellung hatten, zeigt sich auch darin, dass die beiden Gedichte, die seit jüngster Zeit den Park der Poesie schmücken, bis heute unverändert unser Gefühl erreichen und zum Klingen bringen. Frau Soemmer aus Gravenbruch hat für ihre Familie das Gedicht »Mondnacht « von Joseph von Eichendorff (1788 - 1855) ausgesucht und es der Erinnerung an ihre verstorbene Tochter gewidmet.

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Frau Soemmer freut sich über ihre gelungene Gedichttafel. (Foto: jv)

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt’.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele
spannte Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


Auch Frau Friedel Steffel, die zweite Stifterin, wohnt in Gravenbruch. Sie berichtet, dass sie ‚ihr‘ Gedicht erstmals als zwölfjähriges Mädchen gehört hat und sehr tief beeindruckt war.

2022 - 07 - 02 22
Frau Steffel in ihrer Lieblingsjahreszeit. (Foto: jv)

Noch heute kann sie es auswendig aufsagen:

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist‘s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Der Dichter dieser Zeilen ist Eduard Mörike (1804 - 1875). Beide Gedichte entstanden zur gleichen Zeit, etwa um 1830. Die große Bedeutung der Romantik als Schlüsselepoche zeigt sich auch darin, dass ihr jüngst ein eigenes Museum gewidmet ist: Das Deutsche-Romantik- Museum in Frankfurt. (jv) 

2022 - 07 - 02 24


01.07.2022
Kaffeestübchen

Liebe Freunde des Kaffeestübchens,

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“
Eduard Mörike In meinem Balkonkasten erlebte ich die Aufzucht von 5 Amselkindern. Ja, das ist der Lauf der Zeit und so wollen wir voller Freude, Hoffnung und Zuversicht in den Sommer starten.

2022 - 07 - 02 14
(Foto: ub)

Wie bisher treffen wir uns weiterhin alle zwei Wochen zu gemütlichem Beisammensein.
Zu unseren Kranken halten wir telefonischen Kontakt und hoffen, dass sie recht bald wieder in unserem Kreis sein können.
Haben Sie eine schöne Zeit und seien Sie herzlich gegrüßt vom Team.
Am Mittwoch, dem 3. November 2021 trafen wir uns nach der langen Corona Zwangspause zum ersten mal wieder im Gemeindehaus.



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